Kurberatung und Familienurlaube - Jahresbericht 2025

- Wege finden -

Eltern sein, Angehörige pflegen, Geld verdienen, den Haushalt erledigen, verständnisvoller Partner sein: Das kann ganz schön viel werden. Dann wird es Zeit neue Wege zu finden!

Unsere Beratungsstellen in Alfeld, Bockenem, Elze und Peine helfen! Wir bieten eine kostenlose und individuelle Beratung zu Mütterkuren, Mutter/Vater-Kind-Kuren, Kuren für pflegende Angehörige und Familienerholungen an.

Die Anforderungen des Alltags sind nicht immer deckungsgleich mit den eigenen Bedürfnissen und führen oft zu gesundheitlichen Problemen. Erschöpfung, Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten und Antriebslosigkeit sind oft Folgen dieser Überforderung.

Der Unterstützungsbedarf ist groß. Die Nachfrage an Kurmaßnahmen steigt weiterhin. Die Kurhäuser sind jedoch mit ihren Kapazitäten am Limit, dadurch sind die Wartezeiten auf einen Kurplatz sehr lang.

Da ist die Aufgabe der Beratungsstellen, bei der Antragsstellung zu begleiten und den Weg zur Kur gemeinsam zu gehen. Außerdem zu schauen, wie der Alltag bereits vor Kurbeginn entlastender gestaltet werden kann. Nach Ressourcen zu schauen, um die Resilienz zu stärken und letztlich ein geeignetes Kurhaus zu finden.

 

Welche Möglichkeiten bietet eine Kur?

Ziel ist es, die gesundheitlichen Beschwerden zu verbessern. Psychosoziale Gespräche, Physiotherapeutische Angebote, Aktivierungsangebote von Fitness bis Entspannung, Gesprächskreise, Inhalationen, Bäder und einfach auch einmal nichts – Zeit zum Innehalten, einen Spaziergang allein oder einen Kaffee mit anderen.

Ein wichtiger Punkt ist auch das „Zu sich finden!“. Sich wieder selbst wahrnehmen und Wege zu finden, den Alltag zu meistern => gesund zu werden.

Freude am Familienleben wiederzuerlangen.

Zusammen erleben sowohl Mütter, als auch Väter mit Ihren Kindern ein neues Familiengefühl. Das Miteinander wird gefördert und der Zusammenhalt in den Familien wird gestärkt.

 

Und nach der Kur?

Auch nach einer Kurmaßnahme sind wir für Sie da!

Wir schauen gemeinsam, wie das während der Kurmaßnahme Erreichte in den Alltag integriert werden kann. Wo es Unterstützungsmöglichkeiten gibt: Alltagshilfen, Therapeuten, Sportangebote, finanzielle Hilfen, etc.

In vielen Fällen vermitteln wir auch zu Beratungsangeboten unserer Kollegen/innen der allgemeinen Sozialberatung, Ehe-/Familien- und Lebensberatung und Schuldnerberatung.

 

Herausforderungen in der Beratung

Die Beratungsarbeit hat sich stark verändert! Viele Klienten sind so sehr belastet, dass sie einfach nur aus dem Alltag aussteigen wollen. Da ist wenig Verständnis / Kraft für lange Wartezeiten bis zum Kurbeginn.

Aber auch die Erwartungshaltung gegenüber der Beratungsarbeit hat sich verändert. Oft geht es nur darum ein Kurhaus zu suchen, das Interesse gemeinsam über Möglichkeiten nachzudenken, etwas im Alltag zu verändern, ist gering.

Oft sind die Anträge ohne vorherige Beratung gestellt worden und bereits bewilligt.  Die Familien sind dann über die Genehmigungen hoch erfreut, aber auch zutiefst frustriert, weil sie vor dem Problem stehen, keinen Kurplatz zu finden.

In den Krankenkassen ist auch viel in Bewegung! Gab es bisher feste Ansprechpartner, landen auch wir inzwischen in den Warteschleifen der Callcenter.

Hatte man sich vor einigen Jahren auf gleiche Formulare für alle Krankenkassen geeinigt, geht man inzwischen wieder dazu über eigene Formulare zu verlangen. Diese werden den Familien nach Antragstellung zugeschickt, sind für uns aber nicht verfügbar. So dass wieder zusätzliche Beratungstermine notwendig sind, um beim Ausfüllen der Unterlagen zu unterstützen.

Vieles ist im Umbruch – auch wir müssen in der Beratungsarbeit neue Wege finden!

172 Mütter und Väter haben ein Erstgespräch für die Kurenberatung in Anspruch genommen.

Es wurden 290 Beratungsgespräche geführt.

127 Anträge haben wir bei den Krankenkassen gestellt.