Projekte

Gemeinsam Kinderarmut überwinden:

In der Region Hildesheim sind 18% der Kinder und Jugendlichen von Armut betroffen. In der allgemeinen Sozialberatung wird tagtäglich deutlich, dass Armut ausgrenzt und somit schon den Kindern und Jugendlichen Chancen verbaut werden.

Unter dem Motto „Gemeinsam Kinderarmut überwinden“ entstanden unter der Trägerschaft des Diakonischen Werkes Hildesheim seit 2008 unterschiedliche Projekte im Bereich der Kirchenkreise Hildesheimer Land-Alfeld und Hildesheim-Sarstedt.
Die einzelnen Projekte wurden durch interdisziplinär besetzte Arbeitsgruppen entwickelt. In den Arbeitsgruppen sind Mitarbeitende aus den Bereichen Diakonisches Werk, Kirchenkreissozialarbeit, Kirchenkreisjugenddienst, Schule, Kindertagesstätte, Ehrenamt und Verwaltung beteiligt. Die Teilnehmer in den einzelnen Projektgruppen wechselten, die Federführung lag immer bei der Kirchenkreissozialarbeit.
Die Ziele dieser Projekte waren und sind:

  • durch die meist finanzielle Unterstützung den Kindern aus finanziell benachteiligten Familien eine bessere Teilhabe an Kindergarten, Schule, Freizeit etc. zu ermöglichen
  • auf die politische Situation hinzuweisen
  • zu verdeutlichen, dass die bisherige Gesetzeslage nicht ausreicht um allen Kindern, losgelöst von ihrer Herkunft eine gute Teilhabe zu ermöglichen

Für alle Projekte wurden und werden Fördermittel der Landeskirche sowie Spenden von Kirchengemeinden, Einrichtungen und Einzelpersonen eingeworben.

Aktuelle Projekte:

Runder Tisch Kinderarmut im Landkreis Hildesheim

- Nähere Infos folgen -

Ansprechpartnerin: Gisela Sowa

Diakonisches Werk

Klosterstraße 6, 31134 Hildesheim. Tel: 05121-1675-0

E-Mail: DW.Hildesheim@evlka.de

Bisherige Projekte:

Lisa und Jan
Das Schulstarterprojekt Lisa und Jan wird bereits seit 2012 vom Kirchengemeindeverband Elze-Eime organisiert. Es richtet sich an Kinder aus der Region, die in die 1.oder 5. Klasse kommen. Beim Projekt sind alle Kindertagesstätten und die Grundschulen der Region Elze/Eime beteiligt.
Gut 25 Kinder sollen in diesem Jahr bedacht werden mit Schulmaterialgutscheinen im Wert von 100,00 € pro Kind. Die Gutscheine können vor Ort in Elze und Gronau eingelöst werden.
Ansprechpartnerin:
Frau Katharina Körbes, Kirchengemeindeverband Elze-Eime, Pastor Gudat

2008 „Ein guter Start für Lisa“ im Kirchenkreis Hildesheimer Land-Alfeld:
300 Gutscheine für Schulmaterialien im Wert von 100 € wurden über die Kindertagesstätten des Kirchenkreisverbandes sowie die Allgemeine Sozialberatung des Diakonischen Werkes an Kinder aus finanziell benachteiligten Familien verteilt, die im Sommer eingeschult wurden. Die Gutscheine konnten in örtlichen Schreibwarengeschäften eingelöst werden.

2008 „Ein guter Start für Lisa“ in Hildesheim-Sarstedt in Kooperation mit dem Caritasverband Hildesheim
Zum Schulanfang wurden 400 Kinder aus finanziell benachteiligten Familien mit Gutscheinen für Schulmaterialien im Wert von 50,00 € unterstützt. Die Verteilung der Gutscheine erfolgte über die kirchlichen Kindertagesstätten, sowie über die allgemeine Sozialberatung des Diakonischen Werkes und der Caritas.

Hilfe für Lisas kleine Schwester
Seit 2009 bekommen die 30 Kindertagesstätten des Kirchenkreises Hildesheimer Land–Alfeld im Jahr 500,00 € zur Verfügung gestellt um nach eigenem Ermessen Kinder aus finanziell belasteten Familien zu unterstützen, z.B. durch den Kauf von fehlender Bekleidung, durch die Übernahme der Teilnehmergebühr oder um gezielt Aktionen für alle wie z.B. das gesunde Frühstück anzubieten.
In 2013 wurden auch die Evangelischen Kindertagesstätten aus dem Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt mit dem Verfügungsgeld von 500 € ausgestattet.

In 2012 organisierte das Diakonische Werk des Kirchenkreisverbands Hildesheim in beiden Kirchenkreisen den „Guten Start für Lisa und Jan“ für die gesamte Region Hildesheim. Die Erfahrung der Sozialberatung und die Auswertung von 40 aktuellen Schulmateriallisten durch den KKJD Hildesheim-Sarstedt verdeutlichte, dass die Unterstützung durch BuT (100,00 € im Jahr) bei weitem nicht ausreichend ist für den Erwerb der benötigten Schulmittel, insbesondere für die 1., 5. und 7. Klasse. Deshalb wurden Kinder mit Schulmaterialgutscheinen über 100,00 € unterstützt.
Insgesamt wurden in der Region 326 Gutscheine verteilt, davon 70% über die Kindertagesstätten und Horte des Kirchenkreisverbandes und 30% über die fünf Beratungsstellen des Diakonischen Werkes. Die Gutscheine konnten in 10 verschiedenen Schreibwarengeschäften in der Region eingelöst werden. Das Projekt erhielt eine große Presseresonanz bis hin zum Pressefrühstück in Hannover, Reportage und Interview im Rundfunk und Fernsehen.

Seit 2013 regional gebundene Schulstarterprojekte:
Nach wie vor reichen die geleisteten staatlichen Zuschüsse über BuT nicht aus, um alle benötigten Schulmaterialien zu kaufen. Deshalb werden seit 2013 auch unter dem Namen „Lisa und Jan“ in einzelnen Regionen örtlich begrenzte Schulstarteraktionen angeboten. Dabei sind alle Kindertagesstätten und die Grundschulen in der Region beteiligt. Zielgruppe sind Kinder aus finanziell belasteten Familien, die in die 1. oder 5. Klasse kommen.

Bildung und Teilhabe für alle

Das Projekt „Bildung und Teilhabe für Alle“ hat in einem ersten Schritt im Jahr 2014 nach dem Wegfall der BuT Lotsinnen ein  interdisziplinäres Netzwerk aus Kooperationspartnern von Stadt und Landkreis aufgebaut, das die „Schwächen“ von BuT (Bildung und Teilhabe) feststellen und benennen sollte, um die Handhabung von BuT für alle Beteiligten einfacher zu gestalten, ohne dabei die Funktion der BuTLotsinnen zu übernehmen.

In einem zweiten Schritt wurde 2015 im Stadtteil Fahrenheitgebiet modellhaft versucht, das Thema Bildung und Teilhabe in allen Institutionen und Einrichtungen präsent zu machen und die Einrichtungen und vorhandenen Initiativen vor Ort zu unterstützen mit dem Ziel, dass möglichst alle anspruchsberechtigten Familien von ihrem Anspruch auf „Leistung zur Bildung und Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft“ wissen und in die Lage versetzt werden, diesen auch zu nutzen.

In einem dritten Schritt wurden ab 2016 die gesammelten Erfahrungen in  auch anderen Stadtteilen und Regionen des Kirchenkreisverbandes zur Verfügung gestellt.

Ansprechpartnerin

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Gisela Sowa
Tel.: 05121 1675 0