Wie schaffe ich Nähe und Distanz

Nachricht 06. April 2016
DSC_1376-Diakonie
Ehrenamtliche des Runden Tisches Asyl haben sich in einem Workshop über Nähe und Distanz in ihrer Flüchtlingsarbeit informiert. Foto: Konrad Nöhren

Runder Tisch Asyl bietet Fortbildung für Ehrenamtliche Bad Salzdetfurth mit der Ehe-, Familien- und Lebensberatung

Wie schaffe ich es, bei aller Nähe zu Flüchtlingen, auch eine gewisse Distanz herzustellen. Denn die Ehrenamtlichen können nur dann eine Stütze für Flüchtlinge sein, wenn die eigene Seele nicht durcheinander gerät. Dazu kann es leicht kommen, wenn die vielen oft auch sehr schweren unterschiedlichen Schicksale zu sehr belasten. Das richtige Verhältnis von Nähe und Distanz zu finden, das war Thema des Workshops, welchen die Referenten Kornelia Becker und Thilo Korek, von der Diakonie Hildesheim, mit zirka 25 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen in der Arbeit mit Geflüchteten erarbeiten wollten.

DSC_1391-Diakonie
Foto: Konrad Nöhren

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßten sich die TeilnehmerInnen mit den unterschiedlichsten Begrüßungsritualen aus aller Welt. Neben dem arabischen Salem Aleikum gab es unter anderem auch das Konnichiwa aus Japan und natürlich auch die übliche nordeuropäische Begrüßung per Hände schütteln. Es sollten so die kulturellen Unterschiede sichtbar werden.
In Kleingruppen wurden Erfahrungen und Probleme der gemeinsamen Arbeit ausgetauscht und besprochen. Es ging um Eigenes und Fremdes „Werte und Ängste“ um die Frage  der Wahrnehmung äußerer und innerer Grenzen, nach den eigenen Aufgaben und denen der anderen. Die Teilnehmer dachten darüber nach, wieviel sie selber geben können ohne dabei sich selbst zu vergessen.
Alles in Allem war der Nachmittag ein Austausch von Erfahrungen mit der Flüchtlingsarbeit, auch der Stärkung des Bewusstseins gemeinsam eine wichtige Aufgabe zu erfüllen.

DSC_1399-Diakonie
Foto: Konrad Nöhren