Wie fühlt sich Hilfsbedürftigkeit an?

Nachricht 21. März 2018
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Dies sollten die SchülerInnen einer 7. Klasse beim Besuch der Bahnhofsmission einmal am eigenen Leib erfahren. Die Aufgabe bestand darin, mit verbundenen Augen durch eine fremde Umgebung geführt zu werden, sich also auf Andere verlassen zu können und darauf zu vertrauen, dass man sicher zum Ziel begleitet wird.
Für Bahnhofsmissionare eine alltägliche Erfahrung, die sie beim Begleiten von Reisenden mit Sehbehinderung oder auch anderen Beeinträchtigungen machen. Für die Schüler jedoch ungewohnt:

Worauf ist zu achten, wenn ich Sehbehinderte die Treppe herunter begleite, wo endet der Bahnsteig, wie halte ich den Sicherheitsabstand zum Gleis ein? Wie orientieren sich Blinde mit Taststock? Es gab Einiges zu entdecken z.B. in der unterschiedlichen Beschaffenheit des Pflasters, akustischen Signalen oder Echo-Effekten vor Wänden, worauf wir Sehende gewöhnlich gar nicht achten.

Auch sonst gibt es vieles zu beachten, wenn man am Bahnhof unterwegs ist. Wo ist der Wagenstandsanzeiger und wozu brauche ich den. Wie lese ich den Fahrplan richtig und finde das richtige Gleis? An wen kann ich mich wenden, wenn ich den Anschluss verpasst habe? Die meisten Kinder sind noch nie alleine Zug gefahren, mussten also solche „Herausforderungen“ noch nicht selber meistern. Da ist es gut, wenn man die Bahnhofsmission kennt und weiß, dass man sich hier sicher aufhalten kann und weitergeholfen bekommt.