Diakonisches Werk Hildesheim-Sarstedt



Ambulante Weiterbehandlung

Wege aus der Alkoholabhängigkeit

Der Weg aus der Alkoholabhängigkeit gliedert sich in drei Schritte:

1. Entgiftung

Voraussetzung für eine Alkoholentwöhnungstherapie ist, dass der Betroffene nachweislich frei von Suchtmitteln ist. Das Absetzen von Alkohol und/oder Medikamenten bei einer Suchterkrankung geht meist mit körperlichen Entzugserscheinungen einher. Bei einer Alkoholabhängigkeit dauert es etwa 10 Tage, bis der Körper entgiftet ist. Die Entgiftung kann stationär in einem Krankenhaus oder ambulant mit ärztlicher Unterstützung erfolgen.

2. Behandlung - medizinische Rehabilitation für Abhängigkeitskranke 

2.1 Die ambulante Therapie

Für einen alkoholabhängigen Klienten hat die ambulante Therapie den Vorteil, sich mit professioneller Hilfe von der Sucht befreien zu können, ohne das gewohnte soziale Umfeld verlassen zu müssen. Voraussetzung ist neben dem festen Abstinenzentschluss die Unterstützung des sozialen Umfelds - Familie, Freunde. Ein Arbeitsplatz sollte vorhanden oder in Aussicht sein. Bei Gefährdung des Arbeitsplatzes ist die Förderung der Erwerbsfähigkeit und Sicherung des Arbeitsplatzes ein vorrangiges Ziel der Behandlung.

Eine ambulante Therapie dauert 6-12 Monate und umfasst wöchentliche therapeutische Einzel- und Gruppengespräche. Sie wird auch in verkürzter Form über 2-6 Monate als ambulante Weiterbehandlung im Anschluss an eine stationäre Rehabilitation in einer Fachklinik durchgeführt, um die Abstinenz in der gewohnten Umgebung zu festigen. Dabei werden die verschiedenen Ursachen der Erkrankung mit sozialtherapeutischen Methoden bearbeitet. Zusätzlich findet eine psychologische und ärztliche Diagnostik zu Beginn und zum Abschluss der Behandlung statt.

Die Einzelgespräche finden sowohl in der Haupt- als auch in der Außenstelle statt.

2.2  Die stationäre Therapie

Die stationäre Therapie dauert 12-16 Wochen und wird in einer Fachklinik für Suchtkranke durchgeführt. Im beschützenden Rahmen der Behandlungseinrichtung können erste Erfahrungen mit einem suchtmittelfreien Leben gemacht werden. Der Weg und das Ziel der stationären und ambulanten Therapie ist identisch: die verschiedenen zugrundeliegenden Faktoren der Suchterkrankung werden mit sozialtherapeutischen Methoden bearbeitet, um eine Stabilisierung der Persönlichkeit und Festigung der Abstinenz zu erreichen. In der Fachklinik steht der Erfahrungsaustausch in einer therapeutisch geleiteten Bezugsgruppe im Vordergrund. Durch das tägliche Zusammenkommen entsteht gegenseitiges Vertrauen, werden Veränderungsprozesse gefördert. Die Förderung der Erwerbsfähigkeit und Klärung der sozialen Beziehungen sind vorrangige Themen. Ebenso wie in der ambulanten Therapie unterstützen ergänzende Angebote, wie z. B. Gespräche mit betrieblichen Vorgesetzten, Mitarbeitern des Sozialdienstes oder Einzel- bzw. Familiengespräche den Klienten auf dem Weg zur Rehabilitation.

2.3 Die modulare Kombinationsbehandlung "Kombi-Nord" 

In Kooperation mit der Fachklinik Erlengrund in Salzgitter-Ringelheim ist durch die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover mit der "Kombi-Nord" ein neues Therapieangebot eingeführt worden. Die Behandlungsdauer beträgt insgesamt ein Jahr, wobei sich stationäre und ambulante Therapieeinheiten ergänzen. Bei jedem Wechsel von stationärer in ambulante Behandlung findet ein Übergabegespräch mit den therapeutischen Bezugspersonen beider Einrichtungen unter Einbeziehung des Klienten statt. Der besonders lange Behandlungszeitraum dient der Stabilisierung und Integration der Therapieinhalte aus der stationären Phase in die gewohnte Umgebung im Alltag des Klienten.

3. Die Nachsorge

Nach Beendigung der professionellen Therapie wird die regelmäßige aktive Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe im Bereich der Nachsorge empfohlen. Diese Gruppen werden durch ehrenamtliche Mitarbeiter im Bereich der Suchtkrankenhilfe geleitet. Es ist nachgewiesen, dass der Behandlungserfolg damit gesichert und die Rückfallquote gesenkt wird. 
Vermittlung in Selbsthilfegruppen

Kontakt:   Suchthilfe Hildesheim
Caritas-Verband für Stadt und Landkreis Hildesheim e.V.
31134 Hildesheim, Pfaffenstieg 12
Fon: 05121/167730
Offene Sprechstunde: Mittwoch 15-17 Uhr

Kontakt:  Suchthilfe Hildesheim
Caritas-Verband für Stadt und Landkreis Hildesheim e.V.
31157 Sarstedt, Eulenstr. 7
Fon: 05066/64800
Offene Sprechstunde: Donnerstag 16-18 Uhr


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